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Die drei Lektionen Alexander des Großen

Last updated on 9. April 2021

Alexander der Große, Thessaloniki, Griechenland (Bild: iStock, 500675348/paulshark)

Alexander der Große war König von Makedonien, der schließlich Persien und Teile Indiens eroberte und über ein riesiges Gebiet herrschte. Dabei war sein Ziel, dass Sieger und Besiegte als Partner miteinander umgehen sollten. Von besonders großer Bedeutung sind aber die Erkenntnisse, die er in Form von drei Lektionen an seinem Lebensende der Welt hinterlassen wollte.

Alexander der Große wurde am 20. Juli 356 v. Chr. in Makedonien geboren. Sein Vater war König Phillip II von Makedonien. Alexander wurde in seiner Jugend von seiner Mutter erzogen, die sehr religiös war. Als er dreizehn Jahre alt wurde, bestellte sein Vater Aristoteles, heute einer der berühmtesten Philosophen Griechenlands, als seinen Erzieher. 

Aristoteles, der zur damaligen Zeit zwar noch nicht so bekannt war, erweckte in Alexander aber die Freude an der Philosophie, Bildung, Forschung, Kultur und Medizin. Es ist überliefert, dass Alexander seinem Erzieher auch noch viele Jahre später Aufzeichnungen und Entdeckungen während seiner Feldzüge schickte. In dieser Zeit kam Alexander zu dem Schluss, dass er sein zukünftiges Reich gerne so regieren wolle, dass sich Besiegte und Sieger gegenseitig als Partner begegnen.

Bündnisse statt Kampf

Schon seit seiner Jugend sagte man Alexander große Geduld und Toleranz nach. Eine Überlieferung besagt, dass er als Kind von seinem Vater ein besonders störrisches Pferd bekam, von dem niemand dachte, dass er es je reiten könnte. Jedoch soll es Alexander durch Geduld, Klugheit und Unerschrockenheit doch geschafft haben und mit diesem Pferd schließlich in seinen Feldzügen bis nach Indien geritten sein. 

Nachdem er bereits mit 18 Jahren einige Stämme erobert hatte, gründete er Alexandropolis, heute eine griechische Hafenstadt. Nach einem weiteren erfolgreichen Feldzug schickte ihn sein Vater nach Athen, um ein Bündnis auszuhandeln. Da man in Athen einen Angriff befürchtet hatte, war die Freude groß und der junge Alexander erhielt viele Ehrungen.

Kurz darauf wurde sein Vater ermordet und Alexander mit 20 Jahren zum König ernannt. Er rief die Steuerfreiheit für Makedonien aus, eroberte in großen Feldzügen Persien und drang bis zum Indischen Ozean vor. 

Um den Zusammenhalt zwischen Makedonien und Persien zu fördern, hielt er seine Soldaten dazu, an persische Frauen zu heiraten. Er selbst heiratete sowohl die sogdische (heute Iran) Prinzessin Roxane als auch die persische Königstochter Stateira.

Alexander der Große eroberte ein riesiges Reich und machte viele Feinde zu Verbündeten. Jedoch zerfiel sein Reich auch schnell nach seinem Tod, nachdem sein einziger Sohn bereits im Kindesalter ermordet wurde.

Mit seinem eigenen Tod wollte Alexander der Welt drei wichtige Lektionen hinterlassen, die er in seinem Leben gelernt hatte. 

Die drei Lektionen

Alexander der Große starb mit nur 32 Jahren in Babylon am Höhepunkt seiner Macht. Die Ursache für die schnelle Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ist bis heute nicht eindeutig bekannt. Kurz bevor Alexander der Große starb, sagte er seinen Generälen seine letzten drei Wünsche: 

„Mein erster Wunsch ist es, dass meine Ärzte allein meinen Sarg tragen. Zweitens, ich wünsche, dass wenn der Sarg ins Grab befördert wird, der Weg zum Friedhof mit Silber, Gold und Edelsteinen übersät wird, die ich in meiner Schatzkammer gesammelt habe. Mein letzter dritter Wunsch ist, dass meine Hand aus dem Sarg baumeln soll.“ 

Der erste General von Alexanders Armee versicherte ihm, dass seine Wünsche erfüllt werden, fragte ihn aber dann doch, warum er so seltsame Wünsche habe. 

Darauf soll Alexander geantwortet haben:

„Ich möchte, dass die Welt diese drei Lektionen kennt, die ich gerade gelehrt habe.

Ich will, dass meine Ärzte meinen Sarg tragen, weil Menschen erkennen sollen, dass kein Arzt wirklich heilen kann. Sie sind machtlos angesichts des Todes und können einen Menschen nicht wirklich vor dem Tod beschützen. Der zweite Wunsch, den Weg zum Friedhof mit Gold, Silber und Edelsteinen zu säumen, ist, um Menschen zu zeigen, dass nicht auch nur ein Bruchteil des Goldes mit mir kommen wird. Ich habe mein Leben lang die Zeit damit verschwendet, um Reichtum zu besitzen, doch ich kann nichts mehr mit mir nehmen. Lassen Sie die Menschen begreifen, dass es eine bloße Zeitverschwendung ist, Reichtümern hinterherzujagen. Und zu meinem dritten Wunsch, meine Hand aus dem Sarg baumeln zu lassen: Ich möchte, dass die Menschen wissen, dass ich mit leeren Händen in diese Welt gekommen bin und auch mit leeren Händen diese Welt wieder verlasse.“

Quellen: 

https://kunst-ist-mehr-als-malen.mkg-hamburg.de/artikel/alexander.html

https://www.grin.com/document/114858

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