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Traditionelle Chinesische Medizin: 5 Nahrungsmittel für die Frau

Last updated on 11. Oktober 2021

Die TCM kennt viele wirkungsvolle Lebensmittel. (Bild: iStock, 969775454/Tim Chow)

Bei all den unterschiedlichen Theorien über gesunde Ernährung, die heutzutage kursieren, kann es schwierig sein zu wissen, was tatsächlich gut für den Körper ist. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat eine völlig andere Auffassung von Lebensmitteln, die sich seit Tausenden von Jahren bewährt hat. Es gibt auch bestimmte Lebensmittel, die besonders für Frauen empfohlen werden.

So wie jeder Mensch seine ganz individuelle Persönlichkeit hat, so hat auch jeder seine individuelle Körperkonstitution. Und so wie wir nicht mit allen Menschen auf die gleiche Art und Weise kommunizieren können, so können wir unseren Körper auch nicht auf die gleiche Art und Weise mit den selben Nahrungsmitteln versorgen. Aus diesem Grund hier eine Liste von Lebensmitteln, die in der TCM speziell für Frauen empfohlen werden.

Die Yamswurzel stärkt Milz und Magen, sie ist ein wichtiger Energielieferant und sorgt für glattere Haut.  (Bild: iStock, 516852990/manfeiyang)

1. Yamswurzel

Die chinesische Yamswurzel, auch bekannt als Dioscorea opposita, gilt als Wundernahrung. Die gängigsten Zubereitungsarten sind unter Rühren gebratene dicke Yams-Scheiben und Yams-Eintopf. In der TCM wird der chinesischen wilden Yamswurzel ein großer gesundheitlicher Nutzen zugeschrieben, da sie Nieren und Milz reinigt.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin sagt man, dass in den Nieren die Lebensessenz gespeichert wird und sie als “Wurzeln des Lebens” oder “Wurzel des vorgeburtlichen Qi” für die Gene und Fruchtbarkeit zuständig sind. Als “Quelle des nachgeburtlichen Qi” sind Milz und Magen hingegen für die erworbene Grundlage, also für die Verdauung und Aufnahme der Nahrungsessenz zuständig, die laut Chinesischer Kräuterheilkunde die Hauptquelle für die Ernährung des Körpers darstellt.

Hier sind die gesundheitlichen Vorteile der chinesischen Yamswurzel:

  • stärkt die Milz und den Magen, um die Verdauung zu fördern
  • nährt die Niere und bereichert die Essenz
  • unterstützt die Lunge, indem es den Husten stoppt
  • senkt den Blutzucker
  • fördert die Langlebigkeit
  • verhindert Leberkoma
  • hilft, die Stimmung zu beruhigen und reguliert den Schlaf
  • heilt Qi-Blut-Mangel und Magenschmerzen

2. Ingwer

Ingwer ist für viele Frauen unersetzlich. Er lindert PMS-Syndrome, Menstruationsschmerzen und Morgenübelkeit in der Schwangerschaft. (Bild: iStock, 612248878/juefraphoto)

Ingwer ist ein weitverbreitetes Gewürz in unserer Küche und verleiht unseren Gerichten durch seine Schärfe und sein Aroma einen einzigartigen Geschmack. Neben der Verwendung in der Küche hat Ingwer zudem eine lange Geschichte und breite Anwendung in der Kräutermedizin. Schon vor Tausenden von Jahren verwendeten alte indische und chinesische Ärzte Ingwer als Heilpflanze.

Nach der TCM ist Ingwer gut für das Kreislaufsystem und hilft, Yin und Yang im Körper auszugleichen. Zu seinen heilsamen Wirkungen gehören die “Wiederherstellung von zerstörtem Yang” und die “Vertreibung von Kälte”. Durch die Erwärmung des Magens und das Auffüllen der Yang-Energie und des Qi der Milz kann Ingwer laut Ben Cao Jin Ji Zhu (Collected Annotations on the Materia Medica Classic) die Verdauung unterstützen, Übelkeit verhindern und Magenkrämpfe aufgrund von Kälte lindern.

Viele Kräuterärzte empfehlen Ingwer als unverzichtbares Nahrungsmittel für Frauen. Auch die moderne Forschung zeigt, dass Ingwer die Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS), Dysmenorrhöe und die morgendliche Übelkeit oder Brechreiz bei schwangeren Frauen lindern kann. Für frischgebackene Mütter kann das Trinken von Tee mit altem Ingwer den Körper erwärmen und die Ausscheidung von Restblut aus der Gebärmutter beschleunigen.

Hier sind einige therapeutische Anwendungen von Ingwer:

  • wirkt entzündungshemmend, krebshemmend und antioxidativ
  • nährt die Milz und den Magen, fördert die Verdauung und lindert Übelkeit
  • lindert Regelschmerzen und PMS-Symptome
  • lindert Migräne
  • senkt den Blutzucker und den Cholesterinspiegel
  • lindert Asthma
  • stärkt das Immunsystem

3. Goji-Beeren

Goji Beeren schmecken gut, besitzen einen großen Anteil an Antioxidantien, stärken die Sehkraft, entgiften die Leber und regen das Immunsystem an. (Bild: iStock, 583969854/white_caty)

Goji-Beeren oder Wolfsbeeren (Lycium barbarum) sind reich an Nährstoffen und werden in Tibet seit Tausenden von Jahren zur Behandlung von Nierenproblemen, Lebererkrankungen, Augenproblemen, Depressionen, Diabetes und Tuberkulose eingesetzt. Die Traditionelle Chinesische Medizin glaubt, dass Goji-Beeren Nieren, Leber und Augen kräftigen können. Chrysanthementee mit Gojibeeren ist in China ein beliebtes Getränk, das wunde und müde Augen lindert und erfrischt.

Mit ihrem leicht süß-säuerlichem Geschmack sind Goji-Beeren angenehmer als viele andere gesunde Lebensmittel. Neben ihrer ansprechenden Farbe und ihrem Geschmack zeichnen sich Goji-Beeren durch einen hohen Gehalt an Antioxidantien aus, insbesondere Zeaxanthin. Zeaxanthin spielt laut einer Studie der Harvard Medical School eine wichtige Rolle beim Schutz der Netzhaut des Auges.

In einer Studie, die im Journal of Alternative and Complementary Medicine (2008) veröffentlicht wurde, erfuhren Teilnehmer, die 14 Tage lang täglich Gojibeeren verzehrten, signifikante Verbesserungen des subjektiven allgemeinen Wohlbefindens und der neurologischen/psychologischen Leistungsfähigkeit sowie der Magen-Darm-Funktionen. Ähnliche Ergebnisse wurden auch in neueren Studien berichtet.

Zu den Vorteilen der Goji-Beeren gehören:

  • Verbesserung der Sehkraft
  • Anti-Aging und Entzündungshemmung
  • stärkt das Immunsystem und bekämpft Krebs
  • Entgiftung der Leber
  • nährt das Fortpflanzungs- und Verdauungssystem
  • senkt den Blutzucker und den Blutdruck
  • verbessert die Schlafqualität, vermindert die Müdigkeit und hilft beim Abnehmen
  • steigert Energie und Stimmung

Tipps für den Verzehr von Goji Beeren:

„Je mehr, desto besser“ trifft auf Goji Beeren nicht zu. Die Portionen sollten 20 bis 30 Gramm am Tag nicht überschreiten. Der Verzehr von zu vielen Goji Beeren kann zu Durchfall führen. Bei einer Erkältung sollten Sie keine Goji Beeren essen.

4. Schwarze Sesamkörner

Die traditionelle chinesische Medizin sieht schwarze Sesamsamen als besonders wertvolle Energielieferanten an, der das Gehirn fördert, die Haarfarbe wiederherstellt, die Atemwege beruhigt und der Haut Feuchtigkeit schenkt. (Bild: iStock, 918667680/jirkaejc)

Schwarze Sesamsamen sind eine ausgezeichnete Quelle für Mineralien wie Kalzium, Kupfer, Mangan, Eisen, Zink, Magnesium, Phosphor und Selen. Außerdem enthalten sie alle essenziellen Aminosäuren. Das in schwarzen Sesamsamen enthaltene Kupfer kann Schmerzen und Schwellungen im Zusammenhang mit rheumatoider Arthritis lindern; Magnesium ist unter anderem wichtig für die Muskelkontraktion, die Kommunikation zwischen den Nervenzellen und kann Migräne vorbeugen; Kalzium spielt eine große Rolle bei der Bildung von Knochen und Zähnen. Beide (Magnesium und Kalzium) sind wichtig für die Regulierung des Blutdrucks.

Schwarze Sesamsamen sind auch reich an B-Vitaminen, Vitamin E und Ballaststoffen. Ein Mangel an B-Vitaminen und Eisen kann zu Hörverlust und vorzeitigem Ergrauen der Haare führen. Das in Sesamsamen enthaltene Vitamin E verzögert den Alterungsprozess und pflegt die Haut. Die beiden einzigartigen Verbindungen in Sesamsamen – Sesamin und Sesamolin – können nachweislich den Cholesterinspiegel senken. Sesamin kann auch die Leber vor oxidativen Schäden schützen.

In der traditionellen chinesischen Medizin gilt schwarzer Sesam als Energielieferant, der das Gehirn nährt, die Haarfarbe wiederherstellt, die Atemwege beruhigt und die Haut befeuchtet.

Hier sind einige positive Eigenschaften von schwarzem Sesam:

  • Anti-Aging-Effekt
  • nährt die Haut und die Knochen
  • verbessert die kardiovaskuläre Gesundheit
  • senkt den Blutdruck und den Cholesterinspiegel
  • unterstützt die Vorbeugung von Dickdarmkrebs
  • unterstützt die Gesundheit der Atemwege
  • Wiederherstellung eines normalen Schlafverhaltens bei Frauen in den Wechseljahren

5. Pilze

In der TCM wird der Tremella fuciformis als „Gesundheitspilz“ oder „Heilpilz“ bezeichnet. (Bild: iStock, 476886723, zhudifeng)

Pilze enthalten einige der wirksamsten natürlichen Wirkstoffe, die es auf der Welt gibt. Laut Paul Stamets – einem renommierten Mykologen – gibt es 140.000 Arten von Pilzen, doch die Wissenschaft ist mit nur 10 Prozent davon vertraut. Etwa 100 Pilzarten werden derzeit auf ihren gesundheitlichen Nutzen hin untersucht, wobei sich ein halbes Dutzend durch ihre bemerkenswerte Fähigkeit zur Stärkung des Immunsystems auszeichnet.

Da Pilze alles, in dem sie wachsen, absorbieren und konzentrieren, ist es wichtig zu wissen, wo sie angebaut wurden, denn einige Pilze sind dafür bekannt, dass sie hohe Konzentrationen von Schwermetallen sowie Luft- und Wasserschadstoffen enthalten.

Zur Verteidigung gegen eine bakterielle Invasion haben Pilze starke Antibiotika entwickelt, die auch für den Menschen wirksam sind. Penicillin, Streptomycin und Tetracyclin stammen alle aus Pilzextrakten. Der Tremella-Pilz ist nur ein Beispiel dafür, wie Pilze zu Ihrer Gesundheit beitragen können:

Der Tremella-Pilz (Tremella fuciformis), der auch als Silberohrpilz bekannt ist, wird in Asien als Qi- und Immun-Tonikum verwendet. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Tremella-Pilze hoch geschätzt und als jugendliches Hauttonikum für einen gesünderen Teint verwendet.

Die kaiserliche Konkubine Yang Guifei (719-756) gilt als die schönste Frau der chinesischen Geschichte. Als sie gefragt wurde, was ihr Geheimnis für ihre Schönheit sei, antwortete sie: “Tremella-Pilz”.

Die Traditionelle Chinesische Medizin verwendet den Pilz auch in Hustensäften zur Behandlung von chronischer Luftröhrenentzündung und anderen Hustenbeschwerden. Tremella-Pilze enthalten über 70 Prozent Ballaststoffe und sind reich an Vitamin D.

Moderne Forschungen haben ergeben, dass der Tremella-Heilpilz nützlich ist für:

  • Antitumormittel
  • Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Schutz vor Strahlung
  • Erhöhung des Gehalts an Antioxidantien im Körper
  • Stärkung des Immunsystems

Studien haben gezeigt, dass der Tremella-Pilz reich an Proteinen, Kohlenhydraten, Fett und Rohfasern ist, eine Vielzahl von Salzen und Vitaminen enthält und 18 verschiedene Aminosäuren aufweist. Laut der TCM nährt der Tremella-Pilz die Lunge, den Magen und die Nieren, stärkt die Knochen, hilft, das Idealgewicht zu halten, und sorgt für eine glatte Haut.

Originaltext in Englisch von Emma Lu auf nspirement.com.

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